Nährstoff ABC

Wasseraufnahme beim Hund: Wie viel Wasser braucht mein Hund und warum ist es wichtig?

Wasser ist die Grundlage des Lebens. Wie viel ist normal, wann ist es zu wenig und wann zu viel? Ein Leitfaden zur Wasseraufnahme Ihres Hundes.

3 Min. LesezeitÜberprüft: 10. Juni 2026

Kostenloses Tool — ohne Anmeldung

Wie viel Futter braucht dein Hund pro Tag?

Gewicht und Aktivität eingeben — in 10 Sekunden kennst du die Tagesration.

Wasseraufnahme beim Hund: Wie viel Wasser braucht mein Hund und warum ist es wichtig?

Wasser ist der einzige Nährstoff, dessen Mangel innerhalb von Stunden tödlich sein kann. Dennoch achten viele Hundebesitzer nicht ausreichend auf die Wasseraufnahme ihres Hundes.

Wie viel Wasser sollte ein Hund trinken?

Allgemeine Empfehlung: 50-60 ml / kg Körpergewicht / Tag

KörpergewichtTypische tägliche Wassermenge
5 kg250-300 ml
10 kg500-600 ml
20 kg1,0-1,2 Liter
30 kg1,5-1,8 Liter
40 kg2,0-2,4 Liter

Hinweis: Dies beinhaltet auch den Wassergehalt des Futters. Ein Hund, der Nassfutter erhält, trinkt weniger.

Was beeinflusst den Wasserbedarf?

Steigender Wasserbedarf:

  • Sommerhitze
  • Aktivität, Sport
  • Säugende Hündin
  • Diabetes (Zuckerkrankheit)
  • Nierenerkrankung (PU/PD)
  • Schilddrüsen-, Nebennierenstörungen
  • Trockeneres Futter

Sinkender Wasserbedarf:

  • Kaltes Wetter
  • Nassfutter
  • Älterer, weniger aktiver Hund

Wann ist es zu wenig?

Symptome:

  • Trockene Nase, Zahnfleisch
  • Langsam zurückgehende Haut (Turgor-Test)
  • Lethargie
  • Dunkler, gelber Urin
  • Eingesunkene Augen (schwerwiegend)

Eine Dehydration ist ein medizinischer Notfall, in diesem Fall muss der Hund umgehend zum Tierarzt gebracht werden.

Erhalte eine persönliche Empfehlung für das Problem deines Hundes →

Wann ist es zu viel?

PU/PD (Polyurie/Polydipsie) bedeutet erhöhte Urinausscheidung und gesteigerten Durst. Ursachen können sein:

  • Diabetes (Zuckerkrankheit)
  • Nierenerkrankung
  • Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus)
  • Hyperthyreose (selten bei Hunden)

Wenn Ihr Hund seine Wasseraufnahme verdoppelt oder verdreifacht, suchen Sie unbedingt einen Tierarzt auf.

Wie kann man die Wasseraufnahme fördern?

1. Mehrere Wasserquellen

  • Mehrere Näpfe in der Wohnung
  • Im Garten an einem schattigen Platz

2. Frisches Wasser

  • Täglich wechseln
  • Napf täglich reinigen

3. Fliesswasser imitierende Quelle

  • Trinkbrunnen (Wasserlauf). Viele Hunde bevorzugen dies.

4. Nassfutter

  • Erhöht die gesamte Wasseraufnahme um 60-80%.

5. Warme Brühe

  • Ungesalzene, unaromatisierte Knochenbrühe
  • Kleine Menge zum Futter

6. Honigmelone, Wassermelone

  • Ohne Kerne, in moderaten Mengen
  • Hoher Wassergehalt, schmackhaft

Wasseraufnahme zu Hause messen

Praktische Methode:

  1. Morgens füllen Sie den Napf mit einer bekannten Menge (z.B. 1 Liter markiert).
  2. Am nächsten Morgen messen Sie, wie viel übrig geblieben ist.
  3. Die Differenz ergibt den täglichen Verbrauch (in Haushalten mit mehreren Hunden ist dies eine Herausforderung).

Wasserqualität

Leitungswasser ist im Allgemeinen geeignet, wenn es auch für Menschen trinkbar ist.

Was sollte vermieden werden?

  • Pfützen (Parasiten, Bakterien, chemische Verunreinigungen)
  • Meerwasser (Salzgehalt)
  • Chloriertes Poolwasser in grossen Mengen
  • Altes, abgestandenes Wasser im Napf

Gefiltertes Wasser oder Mineralwasser? Im Allgemeinen unnötig, nur in besonderen Fällen gerechtfertigt (z.B. Brunnenwasser mit hohem Eisengehalt).

Hydration bei chronischen Erkrankungen

Nierenkranker Hund: Eine erhöhte Wasseraufnahme ist entscheidend.

Harnsteine: Konzentrierter Urin ist der Hauptauslöser. Viel Wasser führt zu verdünntem Urin, was die Steinbildung reduziert.

Diabetiker: Anzeichen von PU/PD können auftreten. Beschränken Sie das Wasser nicht, da sonst Dehydration und Ketose drohen.

Flüssigkeitsmanagement bei Krankheit

Wenn der Hund nicht trinkt:

  • In kleinen Schlucken ins Maul geben
  • Knochenbrühe (ungesalzen) kann schmackhafter sein
  • Subkutane Flüssigkeitszufuhr beim Tierarzt
  • Zwingen Sie niemals grosse Mengen Wasser ins Maul, da Erstickungsgefahr besteht

Dies sind informative Angaben.

Quellen

  1. 1.National Research Council (US), Committee on Animal Nutrition — Nutrient Requirements of Dogs and Cats. National Academies Press, Washington DC, 2006. https://doi.org/10.17226/10668 (abgerufen: 2026-09-10)
  2. 2.WSAVA Global Nutrition Committee — WSAVA Global Nutrition Guidelines. World Small Animal Veterinary Association, 2021. https://wsava.org/global-guidelines/global-nutrition-guidelines/ (abgerufen: 2026-09-10)
  3. 3.FEDIAF (European Pet Food Industry Federation) — Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs. FEDIAF, 2024. https://europeanpetfood.org/self-regulation/nutritional-guidelines/ (abgerufen: 2026-09-10)

Dies sind allgemeine Informationen und ersetzen keine tierärztliche Diagnose.

Reka Fazekas-Birizdo

Dieser Ratgeber wurde auf Basis der fachlichen Expertise von Reka Fazekas-Birizdo Hundeernährungsberaterin, zusammengestellt.

Zertifizierte Hundeernährungsberaterin

LinkedIn
War dieser Artikel hilfreich?

Personalisierte Beratung

Möchten Sie genau wissen, was zur Ernährung Ihres Hundes passt?

Personalisierte Ernährungsanalyse basierend auf den Daten Ihres Hundes, in 2 Minuten.

Kostenlos. In wenigen Minuten fertig.

Analyse- und Marketing-Cookies nur mit Einwilligung.