Chronische Erkrankungen und besondere Lebensphasen
Haut- und Fellprobleme: Omega-Gleichgewicht und Ernährung
Atopie, Schuppen, stumpfes Fell, übermässiges Kratzen? Die richtige Zufuhr von Omega-3, Zink und Biotin kann über die Ernährung viel bewirken.
Wann sofort zum Tierarzt?
- •Blut im Kot oder Erbrochenem
- •Teilnahmslosigkeit, trinkt oder frisst seit 24+ Std. nicht
- •Wiederholtes Erbrechen, besonders wenn kein Wasser unten bleibt
- •Aufgeblähter oder schmerzhafter Bauch, Winseln
- •Durchfall länger als 3 Tage oder sich verschlechternde Symptome
Dieser Artikel dient Informationszwecken und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung.
Kostenloses Tool — ohne Anmeldung
Gewicht und Aktivität eingeben — in 10 Sekunden kennst du die Tagesration.
Haut- und Fellprobleme: Omega-Gleichgewicht und Ernährung
Haut- und Fellprobleme (Atopie, Dermatitis, Schuppen, schlechte Fellqualität) gehören zu den häufigsten Beschwerden in Tierarztpraxen. Die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle bei Prävention und Behandlung.
Was können diätetische Ursachen für Hauterkrankungen sein?
- Mangel an essenziellen Fettsäuren (Omega-3, Omega-6-Gleichgewicht)
- Zinkmangel (genetische Absorptionsstörung bei einigen Rassen)
- B-Vitaminmangel (insbesondere Biotin)
- Proteinallergie / -intoleranz
- Allgemein schlechte Futterqualität
Die 4 Säulen einer hautunterstützenden Ernährung
1. Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA)
- Nachgewiesene entzündungshemmende Wirkung bei Hautentzündungen
- Dosis: 50–100 mg / kg Körpergewicht / Tag
- Quellen: Fischöl, Lachs, Sardinen
- Spürbare Verbesserung nach 4–8 Wochen
2. Ausreichende Zinkzufuhr
- Rotes Fleisch, Leber, Fisch sind natürliche Quellen
- Nordische Rassen benötigen zusätzliches Zink (genetisch bedingt)
- Alleinfuttermittel sind in der Regel ausreichend
3. Biotin und B-Vitamine
- Eigelb, Leber
- Alleinfuttermittel enthalten es in der Regel
4. Hochwertiges, leicht verdauliches Protein
- Bei allergischer Dermatitis: Novel Protein (Ente, Wild, Känguru)
- Bei atopischen Hunden: hydrolysiertes Protein oft wirksam
DogDietLab Empfehlung für dieses Problem

Terra Canis
Terra Canis Nassfutter Hund Derma Diät Lamm 6x400 g
Das wäre unsere erste Wahl für dieses Problem.
Wir empfehlen es, weil es die Hautbarriere stärkt, das Fell glänzend macht und eine empfindliche Verdauung…
Affiliate-Link, keine zusätzlichen Kosten für Sie.
Wenn dies nicht passt, hier sind Alternativen
Atopie (allergische Dermatitis)
Atopie ist eine komplexe genetisch-umweltbedingte Erkrankung. Die Ernährung allein löst nicht alles, aber:
- Tägliche Omega-3-Ergänzung reduziert den Juckreiz
- Hypoallergenes / Novel Protein Futter hilft, wenn eine Futterkomponente beteiligt ist
- Waschbare Bettwäsche, häufiges Baden hilft bei Umweltallergenen
Schuppen, trockenes Fell
- Erhöhen Sie die Omega-3-Zufuhr
- Geben Sie 2–3x pro Woche Eigelb (1/2 für kleine Hunde, 1 für grosse)
- Vermeiden Sie zu trockenes, fettarmes Futter
- Lassen Sie die Schilddrüsenfunktion überprüfen (Hypothyreose kann ebenfalls trockenes Fell verursachen)
Stumpfes, farbloses Fell
- Kupfermangel kann die Ursache sein (insbesondere bei schwarzen Hunden, die ergrauen)
- Tyrosinmangel (Aminosäure)
- Genetischer Pigmentverlust im Alter (normal)
Übermässiges Kratzen
Wenn der Hund ständig kratzt:
- Floh-Screening (die häufigste Ursache!)
- Eliminationsdiät für 8–12 Wochen
- Atopie-Untersuchung beim Tierarzt
- Schilddrüsenfunktion überprüfen
Praktisches Protokoll
8-wöchige „Hautverbesserungskur“:
- Tägliche Ergänzung mit Fischöl (Omega-3)
- Umstellung auf hochwertiges, geeignetes Futter
- Baden mit medizinischem Shampoo 1x pro Woche (max!)
- 2x wöchentlich Eigelb
Wenn nach 8 Wochen keine Besserung eintritt → Tierarzt.
Dies sind informative Hinweise.
Kostenloses Tool — ohne Anmeldung
Gewicht und Aktivität eingeben — in 10 Sekunden kennst du die Tagesration.
Quellen
- 1.Mueller RS, Fieseler KV, Fettman MJ, et al. — Effect of omega-3 fatty acids on canine atopic dermatitis. Journal of Small Animal Practice 45(6):293–297, 2004. https://doi.org/10.1111/j.1748-5827.2004.tb00238.x (abgerufen: 2026-09-10)
- 2.Olivry T, Mueller RS — Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (3): prevalence of cutaneous adverse food reactions in dogs and cats. BMC Veterinary Research 13:51, 2017. https://doi.org/10.1186/s12917-017-0973-z (abgerufen: 2026-09-10)
- 3.Mueller RS, Olivry T, Prélaud P — Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (2): common food allergen sources in dogs and cats. BMC Veterinary Research 12:9, 2016. https://doi.org/10.1186/s12917-016-0633-8 (abgerufen: 2026-09-10)
- 4.National Research Council (US), Committee on Animal Nutrition — Nutrient Requirements of Dogs and Cats. National Academies Press, Washington DC, 2006. https://doi.org/10.17226/10668 (abgerufen: 2026-09-10)
Dies sind allgemeine Informationen und ersetzen keine tierärztliche Diagnose.

Dieser Ratgeber wurde auf Basis der fachlichen Expertise von Reka Fazekas-Birizdo Hundeernährungsberaterin, zusammengestellt.
Zertifizierte Hundeernährungsberaterin



